Strategieprozess

Die Kulturentwicklungsplanung ist ein fortlaufender Prozess, in dem die Frage, wie sich die Kulturlandschaft im Berliner Bezirk Lichtenberg entwickeln soll,  gemeinsam mit den kulturellen Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern diskutiert wird und eine gemeinsame Zukunftsperspektive entwickelt wird.

Das Mies van der Rohe Haus in der Hohenschönhausener Oberseestraße  

Die Ziele

  • Erarbeitung eines strategischen Entwicklungsprogramms für Kultur und Bildung
  • Schaffung eines Gestaltungsrahmens für die zukünftige Entwicklung des Leistungsangebotes des Bezirksamtes Lichtenberg
  • Betrachtung der kommunalen Kultur- und Bildungseinrichtungen und des gesamten Spektrums am privaten, freien und kirchlichen Trägern und privaten Initiativen und Institutionen
  • Formulierung von strategischen kulturpolitischen Leitlinien und Zielen
  • Weiterentwicklung der kommunalen kulturellen Leistungen und Angebote

Der Prozess

Grundsätzlich wird der Prozess der Kulturentwicklungsplanung als fortlaufender Prozess konzipiert.
Der in der Phase 1 bis November 2018 erarbeitete Kulturentwicklungsplan, inklusive der operativen Maßnahmenplanung, bildet die Grundlage für die Beschlussfassung durch die BVV und die Beauftragung zur Umsetzung. Das bedeutet, dass im Anschluss an die Planungsphase (Okt. 2017 –Nov. 2018) eine Umsetzungsphase folgt. Die Maßnahmen und Projekte, die in diesem Zeitraum realisiert werden, werden anhand von in Phase 1 zu definierenden Erfolgskriterien evaluiert und bewertet. Mit der Überprüfung der Ziele und deren Zielerreichung soll eine nachhaltige Qualitätssicherung sichergestellt werden, die ggf. zu einer Nachjustierung der Ziele und/oder der Maßnahmen und Projekte führen kann.

 

Gremienbildung

Mit Projektbeginn wurde der Kulturbeirat Lichtenberg um neue Mitglieder erweitert. Er berät das Bezirksamt in Fragen der kulturellen Entwicklung und diskutiert regelmäßig den Stand der Kulturentwicklungsplanung. Dem Kulturbeirat gehören Akteure aus Politik, Verwaltung, Kultur und Bildung Lichtenbergs an.

Speziell für den KEP-Prozess wurde ein verwaltungsinternes, ressortübergreifendes Steuerungsboard unter der Leitung des Bezirksbürgermeisters eingerichtet. Ihm gehören die Leitung des Amts für Weiterbildung und Kultur, die Fachbereichsleiter Kunst und Kultur, Musikschule, Volkshochschule und Bibliotheken sowie Vertreter der Querschnittsfunktionen Jugend, Schule, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung an. Das Gremium steuert den Gesamtprozess der Kulturentwicklungsplanung.

Hier finden Sie eine Übersicht der Gremien der Kulturentwicklungsplanung Lichtenberg.

Bestandsaufnahmen und Analyse

Glühweingespräch in der Kunstfabrik HB 55
Glühweingespräch in der Kunstfabrik HB 55 | Foto: coopolis

Die Bestandsaufnahme erfolgt kooperativ mit Kulturakteuren in den Stadtteilen. Es werden sowohl der Bedarf als auch die kulturelle Infrastruktur analysiert.

Zum Auftakt des vielschichtigen Planungsprozesses waren die Kulturakteure herzlich eingeladen zu drei informellen Glühweingesprächen, bei denen – entsprechend der Jahreszeit bei Glühwein und Punsch – in lockerer Atmosphäre erste wichtige Themen und Handlungsfelder aufgenommen und Informationen zum Zustand der Lichtenberger Kulturlandschaft gesammelt worden sind. Die Gespräche fanden an verschiedenen Kulturorten statt:

07. Dezember 2017 im Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin
12. Dezember 2017 in der Kunstfabrik HB 55, Herzbergstraße 55, 10365 Berlin
13. Dezember 2017 im 360 Grad Raum für Kreativität Hohenschönhausen,  Prerower Platz 10, 13051 Berlin

Hier finden Sie die Dokumentationen der Glühweingespräche.

Um den KEP-Prozess 2017/18 mit einer soliden Datengrundlage zu untersetzen, wurde zudem eine Analyse der stadt- und sozialräumlichen Ist-Situation auf der Ebene der Lichtenberger Bezirksregionen durchgeführt. Im Rahmen eines Cultural Mappings wurde eine Karte erstellt, die eine Übersicht über kulturelle Orte und Initiativen in Lichtenberg gibt. Diese wird fortlaufend erweitert. Mehrere Expertengespräche in den Themenfeldern Stadtentwicklung, Teilhabe und Integration sowie Online-Umfragen ergänzen die Bestandsaufnahme und Analyse.

Kulturpolitische Leitlinien und Ziele

Im Ergebnis der Bestandsaufnahme und Analyse wurden für die Kulturentwicklungsplanung Lichtenberg fünf Themen mit insgesamt 19 Handlungsfeldern identifiziert. Daraus werden kulturpolitische Leitlinien und Ziele abgeleitet, die für die Kulturentwicklungsplanung Lichtenberg handlungsleitend sind. In verwaltungsinternen Workshops wurden die vielfältigen Handlungsbedarfe aufgegriffen und um die Sicht der Verwaltung ergänzt. Es wurden erste abgestimmte Positionen erarbeitet, die im Kulturbeirat und dem Ausschuss für Kultur und Bürgerbeteiligung des Bezirks Lichtenberg präsentiert und diskutiert  wurden. Die Positionen sind als Ausgangs-Statements in einem Grundlagenpapier zusammengefasst worden. Es bildet die Grundlage für den öffentlichen Strategie-und Zielfindungsworkshop zur Lichtenberger Kulturentwicklungsplanung am 25. Mai 2018 im Kulturhaus Karlshorst.

Den Bericht zu den verwaltungsinternen Workshops des Steuerungsboards, die Protokolle der Sitzungen des Kulturbeirats und des Ausschusses für Kultur und Bürgerbeteiligung finden sie auf der Seite Protokolle.  Das Grundlagenpapier KEP Lichtenberg  finden Sie direkt auf der Seite Ergebnisse.

Operative Planung 

Ausgehend von den erarbeiteten kulturpoltischen Leitlinien und Zielen werden konkrete Maßnahmen und Projekte definiert. Ziel ist es, eine Priorisierung vorzunehmen, einen Zeitplan und Zuständigkeiten zur Umsetzung festzulegen sowie ein Zielerreichungs- und Evaluationskonzept zu entwickeln. Auch die operative Planung erfolgt partizipativ in den kommenden themenspezifischen Workshops.